Jan Deitenbach als Tabellenführer in die Sommerpause
„Ich bin erleichtert“, gestand Jan Deitenbach nach dem Rennwochenende im Tschechischen Cheb. Denn bei der vierten Runde zur Internationalen Deutschen SuperMoto Meisterschaft hatte er vor einem Jahr seinen schweren Unfall. Diesmal brauste der der Pilot vom Team JD44 Racing- Hertrampf Gruppe in beiden Rennen als Dritter auf das Podium. Damit konnte er seine Tabellenführung knapp verteidigen.
In der Qualifikation am Samstag hatte sich Deitenbach bereits auf dem dritten Platz etabliert, als er fünf Minuten vor dem Ende seine Fahrt beenden musste. Sein Hinterrad hatte nach einem weiten Sprung einen Defekt, die Zeit reichte nicht mehr, um noch einen neuen Anlauf zu nehmen. Doch am Ende blieb es bei Platz drei und damit Startreihe eins. „Schade, so ein Defekt ist uns noch nie passiert“, erklärte Deitenbach am Abend. „Aber zum Glück ist kein Fahrer am Ende schneller geworden und es blieb bei der ersten Startreihe.“
Beim Start zum ersten Rennen am Sonntag sprang Jan Deitenbach auf Rang zwei vor und konnte diesen Platz auch einige Runden behaupten. Dann wurde er jedoch überholt, bleib aber zunächst am Vordermann. Bei Halbzeit traten Probleme mit der hinteren Bremse auf. Deitenbach nahm etwas Tempo raus, da alle weiteren Verfolger schon deutlich zurück lagen. Am Ende bleib es dann auch bei Rang drei. „Alles ok bis auf die Bremse, aber Platz drei war realistisch“, erklärte er nach dem Rennen.
Im zweiten Durchgang gewann Jan Deitenbach den Start, doch schon in der ersten Runde wurde er überholt. Und in Runde vier ging auch der nächste Fahrer vorbei. „Es war jedes Mal genau an der Stelle, an der ich letztes Jahr gestürzt bin. Da bin ich einfach auf der sicheren, aber leider etwas langsameren Linie gefahren“, gestand Deitenbach ehrlich. Doch so ganz wollte er sich mit Platz drei nicht abfinden und zog bei Halbzeit noch einmal das Tempo an. Direkt wieder hinter dem Vordermann, atmete er wohl etwas zu viel Staub ein und kämpfte kurz mit seiner Atmung. Darauf musste er etwas Druck rausnehmen und brachte erneut Rang drei ins Ziel. „Zweimal auf dem Podium, ich bin echt happy, das war mein bisher beste Rennwochenende bisher hier in Cheb“, erklärte er glücklich auf dem Podium. „Ich hatte echt Ehrfurcht heute morgen, weil ich hier schon so viel Pech gehabt habe, aber jetzt kann ich sogar das „Red Plate“ des Meisterschaftsführenden in die Sommerpause mitnehmen.“
Dort wird es aber nicht ruhig werden. Denn Jan Deitenbach wurde erneut für die Deutsche Nationalmannschaft zur Team WM nominiert. Und da stehen umfangreiche Vorbereitungen und Trainings in den kommenden Wochen auf dem Programm.

Fotos von Mazzes Fotomatrix – Abdruck honorarfrei

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